Was ist eigentlich ein BarCamp?

Barcamp RheinMain bcrm14 am 22. und 23. Novemer 2014 in Frankfurt am MainAm vergangenen Wochenende habe ich das BarCamp Rhein Main besucht. Bereits zum zweiten Mal, aber im letzten Jahr gab es dieses Blog noch nicht, also habe ich auch nichts darüber gebloggt, sondern „nur“ getwittert.

Bevor ich euch vielleicht über die ein oder andere Session erzähle, die ich besucht habe, stellt sich für den ein oder anderen von euch vielleicht die Frage, wovon ich eigentlich spreche. BarCamp? Das hat weder etwas mit einer Bar um die Ecke oder mit einem Campingplatz zu tun. Ich möchte es euch einfach kurz erläutern. Ein BarCamp ist eine sogenannte Unkonferenz. Das bedeutet, dass im Grunde genommen nur der Ort und der zeitliche Ablauf feststehen, nicht aber die Themen der einzelnen Sessions (=Workshops, Diskussionen) und die Referenten. Das wird nämlich erst am Tag selbst in der Eröffnungssession besprochen. So kann es also sein, dass es ganz viele Sessions gibt, die einen inhaltlich interessieren oder auch einmal weniger. Die, die den Sessions-Vorschlag machen, leiten die Session und sind somit die Referenten. Das Wort „Referent“ passt aber nicht zum Konzept eines Barcamps.

Die Eröffnungs-Session des BarCamps

In der sogenannten Opening Session bildet sich traditionell eine kleine Schlange von Menschen, die Zettelchen in der Hand halten. Darauf steht die Idee über welches Thema sie gerne sprechen, referieren, diskutieren wollen. In 2 bis 3 Sätzen stellen sie den anderen Teilnehmern ihr Thema vor und mittels Handzeichen wird dann geschaut, ob generelles Interesse an dem Thema besteht. Das BarCamp-Orga-Team bastelt dann den  Sessions-Plan für den kompletten Tag. Mehrere Räume stehen zur Verfügung. Meist fnden 5 bis 6 Sessions parallel statt.

Teilgeber nicht Teilnehmer

Jeder ist Teil des Ganzen, denn jeder kann etwas beitragen in den Sessions. Es geht nicht darum, dass vorne jemand referiert und alle ehrfürchtig vor ihm oder ihr aufschauen, sondern dass man mitdiskutiert, eigene Erfahrungen und Ideen mit einbringt, Fragen stellt. Manchmal ergeben sich aus den Diskussionen auch kleine Projekte oder Ideen, die man nicht allein, aber gemeinsam anpacken kann.

Die Session an sich

Eine Session kann im Vorhinein vorbereitet sein und zum Beispiel mit einer PowerPoint-Präsentation begleitet werden. Die Meisten, die eine Session anbieten, haben etwas vorbereitet. Aber auch hier bestätigt die Ausnahme die Regel: Manche Session-Ideen ergeben sich durch Gespräche vor Ort und werden dann ganz spontan vorgestellt und durchgeführt. Ganz analog und ohne Schnick-Schnack.

Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, sich eine Session einzufordern. Diese Sessions heißen Request-Sessions. Das bedeutet: Wenn man zu einem Thema mehr erfahren möchte z.B. „Wie funktioniert eigentlich meine Kamera, die ich mir letztens gekauft habe?“ oder „Kann mir jemand etwas zu Google Adwords erzählen?“ So kann man auch dieses als Session vorschlagen. Meist findet sich ein Experte auf dem Gebiet, mit dem man sich dann austauschen kann.

Die Session an sich dauert 45 Minuten. Davon, aber das hängt eben auch vom Sessions-Typ ab, sollten maximal 30 Minuten für die Präsentation und 15 Minuten für die Diskussion genutzt werden. Danach ist Schluss, denn die nächsten Sessions finden statt. Weiterführende Gespräche lassen sich dann aber immer noch in einem stillen Eckchen weiterführen und man muss ja auch nicht in jedem Session-Slot eine Session auch wirklich besuchen.

Tue Gutes und rede darüber

Damit das BarCamp-Prinzip weiter in die Welt getragen wird oder auch andere, die leider keine Zeit hatten, zu weit weg wohnen, kurzfristig erkrankt sind oder einfach kein Ticket mehr bekommen haben, teilhaben können, muss darüber gesprochen werden. Und das am besten über alle Kanäle hinweg. Dafür wird schon lange im Vorfeld der Veranstaltung ein Hashtag festgelegt. In diesem Fall war es #bcrm14. Alles, was man also twittert, facebooked, google-plussed oder instagramed versieht man mit diesem Hashtag. So hat Hanne Becker zum Beispiel über den Qualitätssonntag beim #bcrm14 geschrieben oder Matthias Gutjahr über seine 2 Tage beim #bcrm14.

Networking

Natürlich geht man auch auf ein BarCamp, um andere Menschen kennen zu lernen und zu netzwerken. Viele Menschen kennt man z.B. über seine Twitter-Timeline, weil man ihnen schon seit einiger Zeit folgt. Vielleicht hat man über Twitter auch schon miteinander diskutiert und nun bietet sich die geniale Möglichkeit auch Offline ins Gespräch zu kommen.

Wer zahlt das Ganze?

BarCamps sind in der Regel kostenlos. Manche erheben aufgrund der hohen No-Show-Raten inzwischen einen Unkostenbeitrag. Das BarCamp Rhein Main war auch in diesem Jahr wieder kostenfrei und wurde getragen von zahlreichen Sponsoren. Wer jetzt meint, alles klar, dann kann man sich auch auf viele „Selbstdarsteller-Verkaufs-Sessions“ einstellen, der irrt gewaltig. Die Sponsoren halten sich nämlich mehr als im Hintergrund. Wirklich!

Folgendes Video möchte ich euch nicht vorenthalten, denn in anderthalb Minuten wird hier sehr anschaulich erklärt, was ein Barcamp eigentlich ist.

 

In meinem nächsten Blogpost werde ich euch schreiben, wie die 2 Tage des Barcamps abgelaufen sind.

Ihr habt Fragen? Dann schreibt einfach einen kurzen Kommentar! Ich freue mich.

 

3 comments

  1. Nur ein Blog sagt:

    Die Maintalerin erklärt den Begriff Barcamp

    Juliane Benad erklärt uns in ihrem Blog Was ist eigentlich ein Barcamp?.

  2. Jan Theofel sagt:

    Schön, dass du das Video eingebunden hast, dem ich meine Stimme geliehen habe!

  3. […] Was ist eigentlich ein BarCamp? – „Bevor ich euch vielleicht über die ein oder andere Session erzähle, die ich besucht habe, stellt sich für den ein oder anderen von euch vielleicht die Frage, wovon ich eigentlich spreche. BarCamp? Das hat weder etwas mit einer Bar um die Ecke oder mit einem Campingplatz zu tun. Ich möchte es euch einfach kurz erläutern. Ein BarCamp ist eine sogenannte Unkonferenz. Das bedeutet, dass im Grunde genommen nur der Ort und der zeitliche Ablauf feststehen, nicht aber die Themen der einzelnen Sessions (=Workshops, Diskussionen) und die Referenten.“ […]

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